Leben am Limit
„KEIN VERTRAUEN“ Brüder wurden zu Verrätern, als die Zeiten sich veränderten, Freundschaften zerfielen, weil sich Seiten neu verständigten. Ich hab Zeichen übersehen, weil ich Menschen zu viel Glauben gab, heute seh ich jede Lüge, noch bevor sie ihren Anfang hat. Ihr wart dabei bei den Erfolgen, doch verschwunden bei den Krisen, wolltet teilen, was ich hatte, nicht die Nächte voller Tiefen. Eure Treue war nur Täuschung, eure Nähe nur Berechnung, ich hab Brüder kommen sehen – und Verräter bei der Trennung. Ich war unten, ich war broke, zwischen Schulden und Problemen, musste kämpfen gegen Zweifel, während andere sich entfernen. Jede Niederlage Narben, jede Narbe eine Lehre, heute trag ich meine Fehler wie Orden meiner Ehre. Denn ich fiel – doch fiel nach vorne, ihr fiel’t ab, als es sich lohnte. Ich blieb echt in meinen Tiefen, ihr wart echt nur für die Fotos. Jetzt erzähl mir nichts von Loyalität und Ehrgefühl, wenn dein Rücken voller Messer, aber deine Zunge freundlich spielt. Du redest groß in kleinen Kreisen, doch wirst leise, wenn ich komme, deine Worte sind wie Nebel – viel davon, doch ohne Sonne. Ich hab Nächte durchgemacht, die keiner von euch kennt, hab die Ängste runtergeschluckt, bis man sie nicht mehr erkennt. Hab mich selbst wieder zusammengesetzt, Stück für Stück, während ihr gehofft habt, dass mein Pech mich runterdrückt. Punchline: Du hast Steine auf mich geworfen, ich hab Steine aufgebaut, du wolltest, dass ich falle – heute steh ich auf dem Haus. Du hast meinen Untergang erwartet, ich erwartete nur den Tag, an dem jeder deiner Zweifel dir beweist, dass ich es schaff. Ihr seid Meister im Verdrehen, ich bin Meister im Verstehen, denn ich musste durch die Hölle, um die Wahrheit klar zu sehen. Eure Freundschaft hatte Preise, meine Einsamkeit hatte Wert, lieber allein mit meinem Schatten, als von falschen Brüdern umkehrt. Hoch und tief, auf und ab, wie ein Herzschlag ohne Pause, heute Licht in meiner Wohnung, morgen wieder Nacht im Hause. Doch ich kenne diese Dunkelheit, sie hat mich abgehärtet, jeder Schlag, den ich kassierte, hat mein Rückgrat nur verstärkt. Jetzt wollt ihr wiederkommen, weil mein Name wieder fällt, doch ich kenne eure Muster, eure Masken, eure Welt. Wo wart ihr, als ich nichts hatte, als mich keiner mehr verstand? Heute braucht ihr keine Freundschaft – ihr braucht Zugang zu meinem Stand. Und genau da liegt der Unterschied: Ihr wollt meinen Platz, ich wollte meinen Frieden. Ihr wollt meinen Aufstieg, ich wollte nur überleben. Ihr wollt meinen Applaus, ich wollte keinen mehr verlieren – deshalb könnt ihr mich nicht brechen, weil ich gelernt hab, mich zu reparieren. Ich bin Produkt meiner Narben, meiner Fehler, meiner Phasen, aus den Trümmern meiner Vergangenheit entstanden neue Straßen. Was ihr Schicksalsschläge nennt, waren Prüfungen fürs Leben, denn ich musste erst alles verlieren, um mir selber was zu geben. Ihr habt mich tief gesehen – jetzt seht ihr, wie ich steige. Ihr habt meine Schwäche gesehen – jetzt erlebt ihr meine Stärke. Ihr habt mich abgeschrieben – ich hab selber neu geschrieben. Und die Menschen, die mich fallen ließen, werden niemals sehen, wie ich fliege.
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