Wie ich lernte, das Denken zu lassen

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Wie ich lernte, das Denken zu lassen

Wie ich lernte, das Denken zu lassen“ (Poetry Slam von Lenn Art – powered by Sarkasmus) Ach, die Schule. Dieser magische Ort, an dem Träume sterben – pünktlich zur ersten Stunde. Wo man morgens um 7 schon lernt, wie sich Depression auf Papier anfühlt. Wo du nicht du sein darfst, aber immerhin ein Sitzplatz mit Nummer bist. Kreativität? Ja, aber bitte nur im Kunstunterricht. Und selbst da: Mal nicht über den Rand, wir haben schließlich Standards. Fantasie ist was für Leute mit Freizeit, hier wird gedacht – in Multiple-Choice. Du willst was über Steuern lernen? Ha! Nein, lieber Photosynthese. Denn wenn du mal pleite bist, kannst du wenigstens erklären, wie ne Pflanze atmet. Man drillt uns in Kurvendiskussionen, aber wenn die eigene Kurve bergab geht, gibt’s nur ’nen Eintrag im Klassenbuch. Mental Health? Ist das ’ne neue AG? Wir lernen Gedichtanalysen, doch keine Zeile über uns selbst. Wir schreiben Texte, aber niemals die eigene Geschichte. Weil Persönliches stört – es passt nicht ins Raster. Und wenn du fragst: „Wozu das alles?“ Dann sagt man dir: „Das brauchst du später mal!“ – während Herr Müller seit 30 Jahren denselben Bio-Vortrag hält und keine Ahnung hat, wie Online-Banking funktioniert. Die Schule ist wie ’ne Beziehung, die du nie wolltest, aber trotzdem bis zum Abi durchziehst, weil dir jeder sagt: „Das ist wichtig für dein Leben!“ – Klar, genau wie das Einmaleins für meine Karriere als Musiker. Und wehe, du fällst auf, bist laut, bist anders, bist du. Dann gibt’s Förderpläne, Elterngespräche und das gute alte „Wir müssen reden“. Aber nie fragt jemand: „Wie geht’s dir eigentlich?“ Am Ende gibt’s Zeugnisse – mit Zahlen, die nichts sagen, aber trotzdem über alles entscheiden. Du bist kein Mensch, du bist ein Notendurchschnitt mit Frontalunterrichts-Face. Aber hey – danke, Schule. Ich bin jetzt perfekt vorbereitet auf ein Leben, das so nicht existiert. Ich kann Gedichte auswendig, aber nicht, wie man ’ne Wohnung findet. Ich kenn die Bundesländer und hab keine Ahnung, wer ich bin. Wissen ist Macht, sagen sie. Doch hier drin fühl ich mich eher ohnmächtig.

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1 year ago

Wie ich lernte, das Denken zu lassen“ (Poetry Slam von Lenn Art – powered by Sarkasmus) Ach, die Schule. Dieser magische Ort, an dem Träume sterben – pünktlich zur ersten Stunde. Wo man morgens um 7 schon lernt, wie sich Depression auf Papier anfühlt. Wo du nicht du sein darfst, aber immerhin ein Sitzplatz mit Nummer bist. Kreativität? Ja, aber bitte nur im Kunstunterricht. Und selbst da: Mal nicht über den Rand, wir haben schließlich Standards. Fantasie ist was für Leute mit Freizeit, hier wird gedacht – in Multiple-Choice. Du willst was über Steuern lernen? Ha! Nein, lieber Photosynthese. Denn wenn du mal pleite bist, kannst du wenigstens erklären, wie ne Pflanze atmet. Man drillt uns in Kurvendiskussionen, aber wenn die eigene Kurve bergab geht, gibt’s nur ’nen Eintrag im Klassenbuch. Mental Health? Ist das ’ne neue AG? Wir lernen Gedichtanalysen, doch keine Zeile über uns selbst. Wir schreiben Texte, aber niemals die eigene Geschichte. Weil Persönliches stört – es passt nicht ins Raster. Und wenn du fragst: „Wozu das alles?“ Dann sagt man dir: „Das brauchst du später mal!“ – während Herr Müller seit 30 Jahren denselben Bio-Vortrag hält und keine Ahnung hat, wie Online-Banking funktioniert. Die Schule ist wie ’ne Beziehung, die du nie wolltest, aber trotzdem bis zum Abi durchziehst, weil dir jeder sagt: „Das ist wichtig für dein Leben!“ – Klar, genau wie das Einmaleins für meine Karriere als Musiker. Und wehe, du fällst auf, bist laut, bist anders, bist du. Dann gibt’s Förderpläne, Elterngespräche und das gute alte „Wir müssen reden“. Aber nie fragt jemand: „Wie geht’s dir eigentlich?“ Am Ende gibt’s Zeugnisse – mit Zahlen, die nichts sagen, aber trotzdem über alles entscheiden. Du bist kein Mensch, du bist ein Notendurchschnitt mit Frontalunterrichts-Face. Aber hey – danke, Schule. Ich bin jetzt perfekt vorbereitet auf ein Leben, das so nicht existiert. Ich kann Gedichte auswendig, aber nicht, wie man ’ne Wohnung findet. Ich kenn die Bundesländer und hab keine Ahnung, wer ich bin. Wissen ist Macht, sagen sie. Doch hier drin fühl ich mich eher ohnmächtig.

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1 year ago

Herr Müller erzählt nur Müll.. 7 x 7 = feiner Sand ps: durch Fotosynthese kann man Geld verdienen und raus aus der Pleite,, durch Anbau von Hanf/Weed/Gras 😁✌ diggi geiler Text .. ja, is was dran!! Pädagogen und Psychologen sind verlogen .. so wie Herr Müller 😅👌✌ peace

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