Der Wagen
Tief unterm Pfad des Wagens lag, Still wie ein schlummernd Kind, Das furchtbar wilde Meer. Sein ebner Spiegel warf zurück Der blassen Sterne Schein, Des Wagens Feuerspur, Des Morgens graues Licht, Das jene Wolkenschäfchen, Des Tages Wiege, färbt. Es schien, als ob des Wagens Pfad Durch eine ungeheure Wölbung führte, Erhellt von Millionen Sternen, strahlend In tausendfarb'gen Schatten, Und halb umkreist von einem Gürtel, Der endlos Meteore sprüht. Der Wagen flog dahin. Als sie dem Ziele nah, Beschwingte sich der Renner Lauf. Das Meer war länger nicht zu sehn, die Erde Erschien ein weiter Schattenkreis; Der helle Sonnenball Schwamm durch die finstre Wölbung; Es theilten seine schnellen Strahlen Von Licht sich vor des Wagens schnellerm Lauf, Und glitten nieder, wie vorm Kiel Des Schiffs der Wellenschaum Der Brandung niederspritzt.
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