Die Feenkönigin

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Die Feenkönigin

Und den am wiederhallenden Strand Zur Abendzeit der Schwärmer hört, – Noch sanfter, als der Westwind seufzt, Noch wilder, als das regellose Lied Der Aeolsharfe, deren Saiten Der Lüfte Genien durchwehn. Die irisbunten Strahlen Sind gleich dem Mondenlicht, Das durch die Fenster eines Domes fällt; Doch ihrem Farbenglanze Kommt Nichts auf Erden gleich. Seht das Gespann der Feenkönigin! Die Himmelsrosse sausen durch die Luft, Die zarten Schwingen faltend auf ihr Wort, Und durch der Zügel lichtes Band gelenkt. Die Feenkön'gin hielt sie an. Sie webte einen Zauber um den Ort, Und aus dem Aetherwagen Sich hold herniederbeugend, sah Sie lang und schweigend an Der Jungfrau schlummernde Gestalt. O, nicht der Dichter in verzückten Träumen, Wenn Silberwolken sein Gehirn durchziehn; Wenn alles Große, Wilde, Liebliche Ihn staunen macht, entzückt, erhebt; Wenn seine Phantasie, was schön Und wunderbar, mit Einem Blick vereint, Hat je ein Bild, so hehr und hold, erschaut, Wie jenes, das die Lüfterenner hemmte, Und auf der Jungfrau Schlummer Den Zauber seines Blicks ergoß. Der breite gelbe Mond Schien flimmernd durch den Leib Von makellosem Ebenmaß; Das perldurchsichtige Gespann Durchfurchte nicht des Mondlichts Strahl. Es war kein irdisch Bild; – Wer das Gesicht geschaut, Das alle Pracht der Erde übertraf, Sah nicht den gelben Mond,

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Und den am wiederhallenden Strand Zur Abendzeit der Schwärmer hört, – Noch sanfter, als der Westwind seufzt, Noch wilder, als das regellose Lied Der Aeolsharfe, deren Saiten Der Lüfte Genien durchwehn. Die irisbunten Strahlen Sind gleich dem Mondenlicht, Das durch die Fenster eines Domes fällt; Doch ihrem Farbenglanze Kommt Nichts auf Erden gleich. Seht das Gespann der Feenkönigin! Die Himmelsrosse sausen durch die Luft, Die zarten Schwingen faltend auf ihr Wort, Und durch der Zügel lichtes Band gelenkt. Die Feenkön'gin hielt sie an. Sie webte einen Zauber um den Ort, Und aus dem Aetherwagen Sich hold herniederbeugend, sah Sie lang und schweigend an Der Jungfrau schlummernde Gestalt. O, nicht der Dichter in verzückten Träumen, Wenn Silberwolken sein Gehirn durchziehn; Wenn alles Große, Wilde, Liebliche Ihn staunen macht, entzückt, erhebt; Wenn seine Phantasie, was schön Und wunderbar, mit Einem Blick vereint, Hat je ein Bild, so hehr und hold, erschaut, Wie jenes, das die Lüfterenner hemmte, Und auf der Jungfrau Schlummer Den Zauber seines Blicks ergoß. Der breite gelbe Mond Schien flimmernd durch den Leib Von makellosem Ebenmaß; Das perldurchsichtige Gespann Durchfurchte nicht des Mondlichts Strahl. Es war kein irdisch Bild; – Wer das Gesicht geschaut, Das alle Pracht der Erde übertraf, Sah nicht den gelben Mond,

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